Grafik, eine Apothekenmitarbeiterin zeigt die Einnahme von Inhalativa

Inhalativa

Sie können die Inhalationsberatung in der Apotheke nutzen, wenn Ihnen zum ersten Mal ein Inhalationsgerät verordnet wurde – oder wenn Sie für ein bereits bekanntes Gerät in den letzten zwölf Monaten keine Schulung erhalten haben und nicht am Disease-Management-Programm (DMP) Asthma oder COPD teilnehmen.

Nach Ablauf eines Jahres kann die Beratung erneut durchgeführt werden – bei einem Wechsel des Inhalationsgeräts auch früher.

Diese pharmazeutische Dienstleistung richtet sich an Erwachsene sowie Kinder ab sechs Jahren.

Kommen Sie einfach vorbei.

Ablauf

Zunächst erklärt und demonstriert Ihnen ein Mitglied des Apothekenteams alle Funktionen Ihres Inhalationsgeräts. Anschließend üben Sie die Inhalation selbst unter Beobachtung der Fachkraft. Falls dabei Fehler passieren, werden Sie dazu individuell geschult. Danach werden Ihnen alle weiteren Fragen zu Ihrem Inhalationsgerät beantwortet.

Weitere Informationen

Inhalativa richtig anwenden – warum es so wichtig ist

Erkrankungen wie Asthma oder COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) werden häufig mit inhalierbaren Medikamenten – sogenannten Inhalativa – behandelt. Der enthaltene Wirkstoff wird dabei mithilfe eines speziellen Geräts direkt in die Lunge eingeatmet. Es existieren zahlreiche Gerätetypen, die sich grob in zwei Hauptkategorien einteilen lassen: Dosieraerosole und Pulverinhalatoren.

Die Anwendung dieser Geräte variiert deutlich – je nach Modell müssen unterschiedliche Schritte und Handgriffe beachtet werden. Nur wenn die Inhalation korrekt durchgeführt wird, erreicht auch eine ausreichende Menge des Wirkstoffes die Lunge und kann dort gezielt wirken.

Warum ist die richtige Technik entscheidend?

Bei unsachgemäßer Anwendung kann ein Großteil des Medikaments bereits im Mund- oder Rachenraum hängen bleiben – statt tief in die Atemwege zu gelangen. Das mindert die Wirksamkeit der Behandlung und kann unnötige Nebenwirkungen verursachen. Eine gute Inhalationstechnik sorgt hingegen dafür, dass sich der Wirkstoff optimal in der Lunge verteilt – und erhöht damit den Erfolg der Therapie erheblich.